Lehre

Inhaltlicher Schwerpunkt:
Medienästhetische Konsequenzen der Digitalisierung

Meine Lehre an der ifs internationale filmschule köln konzentriert sich auf die medientheoretischen und medienpraktischen Konsequenzen der Digitalisierung.

Das inhaltliche Schwergewicht liegt auf audiovisueller Kunst und Kommunikation, insbesondere auf Film, Fernsehen, Webvideo und digitalen Spielen.

Dabei schärft der vergleichende Blick auf verwandte — textuelle, auditive, visuelle — Medien und Künste die medienästhetische Sicht. Berücksichtigt werden insbesondere Drama, Roman, Reportage; Musik, Radio; Bildende Kunst, Design, Fotografie; Off- und Online-A/V-Installationen im Umfeld von Kunst und Unterhaltung, etwa hybride Filmritte, VR-Installationen, virtuelle Welten.

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In der ifs mit Georg Backer (Lionhead Studios, London), WS 2007/08 (Foto: Bogdana Lorenz)

Didaktisches Ziel
Eigenständige Reflexion als Basis medienpraktischen Handelns

Zentrales Ziel der Lehre ist die Vermittlung medien-, kunst- und kulturwissenschaftlicher Kenntnisse sowie analytisch-hermeneutischer und kreativ-produktiver Fähigkeiten im Kontext audiovisueller Kultur.

Wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven verbinden sich mit dem doppelten Ziel, dass die Studierenden in der gemeinsamen Arbeit zum einen historisch-theoretische Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben (
Reflexionswissen) und zum zweiten zu grundlegenden Einsichten gelangen, wie sie unter zukünftig veränderten Bedingungen medienpraktisches Handeln anzuleiten vermögen (Orientierungswissen).

Beide Wissensformen sollen – als wesentlicher Teil der Ausbildung zu kreativer Individualität – zu einer historisch-theoretisch informierten Reflexion des eigenen ästhetischen Schaffens und seines künstlerischen wie sozialen Stellenwerts befähigen.

Angesichts des gegenwärtigen Medienumbruchs und der aus ihm resultierenden verstärkten Vorläufigkeit gerade gültiger Verfahren, Praktiken und Gestaltungsweisen rückt dabei „zukunftssicheres“ Wissen und Können in den Vordergrund; insbesondere die Einsicht in die technik-, sozial- und kulturhistorische Bedingtheit jedweder medialen Produktion und die Fähigkeit, die von kollektiven wie individuellen Interessen getriebene subjektive Konstruiertheit ästhetischer Artefakte und medialer Botschaften zu erkennen, angemessen zu interpretieren und zu verstehen.

Die zukünftigen Medienautorinnen und Medienproduzentinnen sollen so zu selbständigem, selbstkritischem und selbstbewusstem medienpraktischen Handeln ermächtigt werden – und damit nicht zuletzt ebenfalls dazu, in der Zukunft sich nach entsprechender Einsicht und bei Bedarf selbständig neue theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten anzueignen.

–> Übersicht der bislang abgehaltenen Lehrveranstaltungen

–> Medienwissenschaftliche Module an der ifs internationale filmschule köln